Chronik

Der Tierschutzverein Bad Säckingen e.V. wurde am 29.11.2016, nach längerer Ruhezeit, in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung reaktiviert.


Pressemitteilung:

01.12.2018

Bad Säckinger Verein ist auf Spenden angewiesen und hat sich um 300 Katzen gekümmert.

Patricia Wiesler (links) und Katja Seimert sind neu gewählt worden. Foto: Gerd Leutenecker
Patricia Wiesler (links) und Katja Seimert sind neu gewählt worden. Foto: Gerd Leutenecker

BAD SÄCKINGEN. 300 Katzen kamen in diesem Jahr in die Obhut des Tierschutzvereins Bad Säckingen. 120 dieser Fundkatzen konnten vermittelt werden. Nach dem Neustart des Tierschutzvereins vor zwei Jahren hat sich die Lage im Verein konsolidiert, wurde bei der Mitgliederversammlung deutlich. Ein vollständiger Vorstand ist bei dieser gut besuchten Versammlung ebenfalls gewählt worden. Patricia Wiesler ist die neue Kassiererin, und Katja Seimert übernimmt das Amt der Schriftführerin.

Irina Schulze und Claudia Wößner hatten als gemeinsame Vorsitzende das "einstmals sinkende Schiff vor zwei Jahren übernommen", in Personalunion mit allen nötigen Vorstandsfunktionen, wie Schulze in ihrem Rechenschaftsbericht betonte. Die Wirren und Irritationen sind inzwischen abgearbeitet und der Tierschutzverein in gänzlich neue Bahnen gelenkt worden. Dies geschah fast zwangsläufig, da die Zahl der Fundtiere inzwischen stark zugenommen hat. Nur werden diese nicht in Bad Säckingen betreut, sondern jetzt in Öflingen.

"Dank einer großzügigen Geste von Stephan Denk ist eine vorübergehende Lösung für ein Katzenhaus gefunden worden", berichtete Irina Schulze. 23 aktive Mitglieder im Tierschutzverein bilden dabei den regen Helferkreis. Knapp ein Drittel der 79 Mitglieder engagiert sich somit fast täglich für den Schutz und umsorgt die Tiere. Dies macht sich auch beim Zusammenhalt im Verein bemerkbar. Die solide Basis scheint über ein starkes, gegenseitiges Vertrauen zu verfügen, das Team im Tierschutz vor Ort funktioniert, resümiert die Vereinsvorsitzende.

Alleine für Medikamente kamen in diesem Jahr knapp 3700 Euro an Kosten zusammen. Auf 18 500 Euro belaufen sich die Gesamtausgaben des Tierschutzvereins. Die Fundkatzen werden geimpft, erhalten und werden in der Regel auch kastriert. Da nur ein Teil weitervermittelt werde, ein nötiger Schritt.

Verwilderte Katzen kommen in aufgepäppeltem Zustand durchaus wieder an die Stelle zurück, an der diese aufgegriffen wurden. Etwas kurios sei jedoch der Trend, "zu sehen, dass da kleine Kätzchen im Vorgarten sind, aber erst zu reagieren, wenn die Kleinen in erbärmlichem Zustand sind" – da werde die Vermittlung bereits schwierig, so Schulze. Gut angenommen werden die vom Tierschutzverein aufgestellten drei Futterspendeboxen. An 25 Stellen in der Region sind Spendenkassen aufgestellt worden. Mit Kuchen und Plätzchenverkauf kommt zusätzlich noch das benötigte Geld in die Kasse. Der Sponsorenlauf der Grundschule Obersäckingen und das Benefizkonzert der Weihermattenschule haben zu ihren Gunsten einiges beigetragen. Die eine oder andere Spende werde ebenso direkt in die Unterstützung der Fundtiere investiert. Gleichwohl kam aus der Runde der Mitglieder der Vorschlag, die Vermittlungsgebühr etwas anzuheben. Bei der Satzungsdiskussion sind modernere Formulierungen einstimmig beschlossen worden, die gleichzeitig dem Vorstand auch etwas mehr Freiheiten mit einräumen. Da nicht nur Katzen in Bad Säckingen aufgefunden werden, wird bei Igel und Vögel auf die Hilfe eines Gnadenhofs in Rheinfelden zurückgegriffen. Der Tierschutzverein ist erreichbar unter 0160/92028642. Dort und im Internet gibt es auch Hinweise auf Spendenwege.

www.suedkurier.de/region/hochrhein/bad-saeckingen/Bad-Saeckingen-hat-wieder-einen-Tierschutzverein;art372588,9025385

Bad Säckingen

Bad Säckingen hat wieder einen Tierschutzverein

Tierschutzverein wieder aktiviert: Vorsitzende Irina Schulze (Mitte), mit Beisitzerin Beate Teichmann (von links), Stellvertreterin Claudia Wößner, Beisitzer Josef Minderjahn, Beisitzer Eugen Schäfer und Hannelore Nuß vom Tierschutzverein Rheinfelden. | B
Tierschutzverein wieder aktiviert: Vorsitzende Irina Schulze (Mitte), mit Beisitzerin Beate Teichmann (von links), Stellvertreterin Claudia Wößner, Beisitzer Josef Minderjahn, Beisitzer Eugen Schäfer und Hannelore Nuß vom Tierschutzverein Rheinfelden. | B

Irina Schulze zur neuen Vorsitzenden des reaktivierten Vereins gewählt. Die Gruppe ist jetzt auf der Suche nach Räumlichkeiten für eine neues Katzenhaus

Es gibt wieder einen Tierschutzverein in Bad Säckingen. Am Dienstag wurde der ruhende Tierschutzverein, den die verstorbene Doris Beckert 20 Jahre lang geleitet hatte, wieder aktiviert. Neue Vorsitzende ist Irina Schulze, Ehefrau des Tierarztes Sebastian Schulze, aus der Kleintierpraxis Schulze in Bad Säckingen. Der Verein sucht nun dringend passende Räumlichkeiten für ein neues Katzenhaus, seit Schließung des ehemaligen Katzenhauses landet das Gro der Fundkatzen bei der Tierarztpraxis Schulze, die aus allen Nähten platzt.      

Rund 30 Personen waren zur außerordentlichen Mitgliederversammlung des Tierschutzvereins Bad Säckingen erschienen, Mitglieder, Ehemalige, viele, die Mitglieder werden wollten. Auf der Agenda: Neuwahlen, um die verwaisten Vorstandsposten wieder zu besetzen, eine Satzungsänderung, um den Namen zu ändern. Da es schwieriger ist, einen neuen Verein zu gründen, wurde der Verein aktiviert, bei einem aufgelösten Verein hätte es keinen Zugriff auf das Vermögen gegeben. Daher wurden weder Satzung noch der Name geändert. Irina Schulze wurde zur ersten Vorsitzenden gewählt, sie fungiert gleichzeitig als Schriftführerin. Claudia Wößner wurde Stellvertreterin, sie und Schulze teilen sich das Amt des Kassierers. Beisitzer sind: Beate Teichmann, Josef Minderjahn und Eugen Schäfer.

 

 

Hannelore Nuß, Vorsitzende des Tierschutzverein Rheinfelden, freute sich besonders, dass Bad Säckingen endlich wieder einen Tierschutzverein hat. Die Stadtverwaltung Bad Säckingen habe ein "Signal für die Mitwirkung und Unterstützung des Vereins gegeben", so Nuß. Sie würdigte Doris Beckert, "die viel getan und bewegt" habe.

 

Irina Schulze dankte Nuß für die wertvolle Unterstützung. Seit der Schließung des Katzenhauses erhalte man in der Praxis täglich Anrufe aus dem ganzen Landkreis, was mit Fundtieren und verletzten Tieren geschehen solle. Allein im Jahr 2016 habe die Praxis 120 Fundtiere versorgt, kastriert, finanziert meist aus eigenen Mitteln. Pro Kater fallen für eine Kastrierung rund 60 Euro an, für Kätzinnen rund 120 Euro, so Irina Schulze. Vorerst wolle sich der Verein "rein rechtlich nur auf Katzen konzentrieren", da dies das größte Problem im Landkreis sei, so Schulze. "Wenn die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, könne dies später geändert werden", stellte Nuß in Aussicht. Denn "der Tierschutzverein Schopfheim höre zum Ende des Jahres auf."

 

Was dem Tierschutzverein große Sorge bereitet: Ob die Stadt eine Beteiligung an den Abrisskosten von 20 000 Euro erwartet, denn es sei nur noch ein "minimales Vereinsvermögen vorhanden", erklärten Schulze und Nuß.