Wendy - Ein langes Leben

Am ersten August hat Wendy still und heimlich ihre Köfferchen gepackt und ist über die Regenbogenbrücke gegangen.

 

Wendy war eine verschmuste und anhängliche Katzenoma, die stolze 19 Jahre alt wurde. Trotz ihrer zierlichen Figur konnte sie sich sehr gut gegen andere Katzen behaupten und ihren kleinen Dickkopf stets durchsetzen.

Auch wenn sie von den Menschen enttäuscht wurde, hat sie das Vertrauen und die Liebe zu den Zweibeinern nicht verloren.

Wie so viele alte Tiere wurde auch Wendy abgegeben, weil sie halt nicht immer so pflegeleicht ist, wie eine junge und gesunde Katze. Sogar Euthanasie wurde in Erwägung gezogen und so kam die liebevolle Seniorin zu uns. Ganze 8 Monate durfte sie noch bei uns verbringen. Alle Besucher*innen konnte sie um den Finger wickeln und hat sich so immer eine Streicheleinheit abgeholt. Viele fanden Wendy bezaubernd, aber keiner wollte sie adoptieren.

Auch wenn Wendy von uns geliebt wurde, so hätte sie trotzdem ein letztes Zuhause verdient.

Wenn Wendy sich noch etwas wünschen könnte, dann wäre es sicher eins:

 

Gebt auch Senioren- Tieren eine Chance auf ein liebevolles Zuhause, es könnte die letzte Chance für sie sein.

Und gerade alte Tiere haben das mehr als verdient.

Vielen Dank Wendy, dass du uns Tag für Tag mit deiner lebensbejahenden Art verzaubert hast und du der Welt mal wieder zeigen konntest, wie liebevoll ältere Fellnasen sind.

 

 

Du wirst uns fehlen und wir hoffen, dass du gut auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke angekommen bist. 


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Kaptain Jack Sparrow - Schicksal einer Schattenkatze

26.Juli. 2021

 

Vor ca. 2 Wochen erreichte uns ein Notruf aus Görwihl. Ein dreibeiniger, unkastrierter, wilder Kater mit einer großen Wunde am Hals sei zugelaufen und erbettele sich Futter.

Das Mitleid mit dem sichtbar mitgenommenen Tier war groß.

 

Blitzschnell wurde eine Falle aufgestellt und es dauerte nicht lange, da überwog der Hunger und Jack Sparrow saß in der Falle.

Bei uns in der Praxis bekam er dann erstmal ein Rundum-sorglos-Paket:

- Er wurde kastriert,

- getestet (FIV /FELV negativ ),

- tätowiert,

- entwurmt, entfloht

- und seine riesige Wunde, die das Ergebnis einer alten Bissverletzung war wurde behandelt.

 

Ob er jemals ein viertes Bein hatte ist ungewiss. Entweder er ist so geboren worden oder hatte einmal einen schlimmen Unfall, wodurch ihm das Hinterbeinchen abgetrennt wurde.

Er wird noch eine Weile bei uns bleiben müssen, bis seine Verletzung verheilt ist.

So arg schlecht gefällt es ihm aber offenbar gar nicht, er frisst sich täglich durch die gesamte Speisekarte und genießt sein warmes Plätzchen.

Jack Sparrow kann nicht in sein "Zuhause" zurück. Zu hoch ist die Katzendichte dort ohnehin bereits und der Nachbarschaft ist er ein Dorn im Auge.

 

Wir suchen für ihn ein Plätzchen, wo er einfach nur Katze sein darf- auf einem Hof oder Reitstall.

Er sollte regelmäßig gefüttert werden ( das Futter kann gerne von uns gespendet werden) und einen Unterschlupf ( Heulager, Schopf etc) bekommen dürfen.

Da wir nicht wissen, ob er sich durch sein Handicap gegenüber anderen Katzen gut behaupten kann, wünschen wir uns für ihn einen Einzelplatz oder mit nur wenigen Katzen zusammen.

Vielleicht hat ja irgendjemand ein unkompliziertes Lebensplätzchen für ihn ?

 

Verdient hätte er es allemal ...


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15.April 2021

Nur eine halbe Stunde

 

Nur eine halbe Stunde hatten wir Zeit mit dir, denn dann hast du still und leise dein Köfferchen gepackt und deine letzte Reise angetreten... .

Wir sind unfassbar traurig, dass es immer noch so Schicksale wie das deine geben muss - alles nur, weil eine rechtzeitige Kastration nicht vorgenommen wurde.

Dieser mittelalte, natürlich nicht kastrierte und gekennzeichnete Kater wurde uns heute von einer lieben Dame in die Praxis gebracht.

Sehr schwach, nicht geh- und stehfähig, abgemagert, ausgetrocknet

Und mit einem faustgroßen Abszess am Hals, der ihm fast die Luft zum Atmen genommen hat. Sicher von einer Bissverletzung mit einer anderen Katze, unkastrierte Kater haben sowas öfter, weil sie ständig in Revier - und Rangkämpfe verwickelt sind.

Dadurch hatte er sich auch bereits mit FIV infiziert.

Trotz sofortiger Versorgung kam unsere Hilfe leider zu spät. Er ist in unseren Armen gestorben.....

Wie lange musste er mit dieser Verletzung leben? Warum hat ihn nie jemand kastriert?

Es frustriert mich zutiefst, dass wir solchen

Schicksalen nicht vorbeugen können, trotz aller Kastrationsaktionen, die wir in vielen Gemeinden von Schopfheim, über Todtmoos, St Blasien bis hin nach Klettgau organisieren und durchführen.

Gute Reise, armer Kerl. Ich wünschte, wir hätten mehr für dich tun können..... .

 

 

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Freitag, 19.10.2018

Geboren um zu sterben...

Heute wurde uns eine junge Katze aus Murg-Oberhof in die Praxis gebracht.

Aufmerksame Anwohner hatten sie an der Straße liegen sehen und sie umgehend zu uns gebracht.
Was zunächst aussah wie ein potentieller Autounfall, entpuppte sich schnell als langfristiges Desaster: das arme Tier war nicht angefahren worden, sondern einfach zu schwach, um laufen zu können.
Sie hatte einen dermaßen abartigen Flohbefall, dass sie bereits eine hochgradige Blutarmut hatte und total dehydriert und unterkühlt war.

Anscheinend gibt es dort in der Ortschaft noch unendlich viele weitere Katzen, die in einem ähnlichen Zustand sind 😡- und das offenbar seit vielen Jahren....
Ich frage mich in solchen Situationen: warum weiß ich von solchen Dingen nicht schon längst? Warum wurden wir als Tierschutzverein noch nicht schon längst informiert, damit wir tätig werden können?
Warum kucken alle immer weg und tolerieren solche Zustände??
Wir sind nicht in Spanien, Italien oder sonst einem anderen südlichen Land, von dem wir wissen, dass dort mit Tieren nicht immer gut umgegangen wird. Nein, wir sind in Deutschland, in Baden-Württemberg in einer wohlbehüteten, wohlhabenden Gegend!

Warum dauert es immer sooo lange, bis sich endlich jemand ein Herz nimmt, es nicht mehr ertragen kann, wie schrecklich schlecht es den Katzen in der Nachbarschaft geht??

WARUM?? Leute, für sowas sind wir da! Wir kastrieren, bis uns die Hände bluten- aber diese Tiere sollen keinen Hunger mehr leiden und nicht wissen, wie sie ihren Nachwuchs ernähren sollen!

 

Macht mit! Meldet uns sowas! Es kommen KEINE Kosten auf euch zu!!! Aber für jede einzelne Streunerkatze ändert die Kastration das ganze Leben.....

Die kleine arme Maus ist nach 5 Stunden trotz intensiver Maßnahmen ( Infusion, Wärme, etc. ) in meinen Händen gestorben.
Wir hatten für Samstag morgen schon eine Bluttransfusion angesetzt- nun ist es zu spät.

Gestorben wegen Flöhen und Ignoranz- ich bin schockiert und weine um dieses arme Wesen.
(Irina Schulz)